„Toni in der Schule“

Ein Pilotprojekt des Chorverbands NRW an der
Gräfin-Maria-Bertha-Grundschule Borgholzhausen
zur Zeit in allen Klassen und im dritten Projektjahr


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Jede Woche gibt es eine Stunde, in der gesungen, gespielt, getanzt und Musik auf verschiedenste Weise singend erlebt wird. Der Chorverband NRW e. V. hat eine Initiative „Toni singt“ ins Leben gerufen, die sich zum Ziel gesetzt hat, den Kindern das Singen wieder näher zu bringen. Nach „Toni im Liedergarten“ für Eltern-Kind-Singgruppen und „Toni im Kindergarten“ geht es nun an die dritte Stufe: „Toni in der Grundschule“. Ziel einer Singförderung in der Grundschule ist es, den Kindern zu einem gesunden Umgang mit der eigenen Singstimme zu verhelfen, das Singen als selbstverständlichen Bestandteil des täglichen Lebens zu verankern und es als emotionalen Erlebnisraum erfahrbar zu machen sowie ein großes Repertoire an Liedern, Singtänzen und Stimmspielen aller Art zu vermitteln. Die Gräfin-Maria-Bertha-Grundschule in Borgholzhausen hat das Glück, dass hier ein Pilotprojekt für „Toni in der Grundschule“ startet. In Kooperation mit dem Chorverband NRW e. V. wird in diesem Schuljahr in allen 3. und 4. Klassen wöchentlich eine Stunde „Vokales Musizieren“ mit der Vokalpädagogin Barbara Völkel angeboten. Aber auch die 1. und 2. Klassen sind in diesem Schuljahr mit dem "Singenden Musikunterricht" gestartet. Ihren Unterricht erteilen Grundschullehrerinnen, die von Barbara Völkel musikpädagogisch geschult und angeleitet werden.

Alle Schüler lernen viele Lieder kennen, gestalten Bewegungsspiele zur Musik und werden über das Singen in elementare musikalische Parameter eingeführt. Das Selbermachen steht im Vordergrund. Die dadurch erworbene Sicherheit im Umgang mit musikalischen Inhalten und die eigene körperlich-seelische Erfahrung mit dem Medium Stimme ist durch keine andere musikalische Betätigung zu ersetzen. Auch für das frühe Erlernen eines Musikinstrumentes ist die vorherige Erfahrung mit der Singstimme ein wichtiges förderndes Element.



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Ein weiterer Bestandteil des Pilotprojekts „Toni in der Schule“ ist die Nachschulung von interessierten Lehrerinnen und Lehrern. Sie gewinnen mehr Zutrauen zu ihrer eigenen Singstimme, werden sicherer in der Art und Weise, wie sie mit Kindern singen, treffen die Singlage der Kinder besser und werden mit wichtigen didaktischen und methodischen Materialien vertraut gemacht wie Solmisation, Rhythmussprache, grafische und herkömmliche Notation und vieles andere mehr. Diese Arbeit ist in diesem Schuljahr an der Gräfin-Maria-Bertha-Grundschule angelaufen. Die praktische Durchführung und Betreuung des Projekts liegt in Händen von Diplom-Vokalpädagogin Barbara Völkel, die Leitung des Pilotprojekts hat Andreas Mohr, Professor für Kinderstimmbildung an der Fachhochschule Osnabrück. Videoaufzeichnungen der Schulstunden dienen der pädagogischen Nachbereitung und Überprüfung der didaktischen Konzepte. Finanziert wird das Pilotprojekt vom Chorverband NRW e. V., dessen Initiative „Toni singt“ (http://www.toni-singt.de) auch von der Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird.

Eine genaue Projektbeschreibung durch Prof. Andreas Mohr kann jeder, der genaue Informationen wünscht, als PDF Datei unter dieser Internetadresse herunterladen: (http://www.toni-singt.de/projekt/toni_schule.htm) Man gelangt auf die Startseite und  muss anschließend rechts auf den grünen Button "Toni in der Schule" klicken, um am Schluss der Seite die versprochene PDF Datei öffnen zu können.

Im Juli diesen Jahres werden die 4. Klassen ihren dreijährigen Vokalunterricht beenden. Wirkungsvoll haben sie ihre Arbeit in einem Konzert zum Thema "Die Reise der Regentropfen" demonstriert. Mehr Informationen zu diesem Konzert erhalten Sie, wenn sie "Die Reise der Regentropfen" anklicken.

Im Mai zeigten alle Viertklässler, was sie drei Jahre lang im "singenden Musikunterricht" bei der Vokalpädagogin Barbara Völkel gelernt hatten. Gemeinsam gaben sie in der benachbarten Peter-August-Böckstiegel-Gesamtschule ein Konzert zur Reise der Regentropfen durch verschiedene Länder und zum segensreichen Wirken des Wassers.

Zu sehr abwechslungsreichen Liedern sangen die Schüler in kindgerechter Stimmlage einstimmig oder im Kanon, alle gemeinsam oder klassenweise. 

 

Sie begleiteten ihr Singen durch rhythmische und/oder tänzerische Bewegungen sowie auf Orffschen Instrumenten und hielten singend das Metrum ein. 

   

 

Um weder mit der Stimmgabel den richtigen Ton "herbeizuzaubern" noch in sängerisch ungeeignete Tonlagen abzugleiten, ließ Barbara Völkel Melodieverläufe durch Schüler auf Klangstäben, Glockenspielen oder durch die instrumental ausgebildete Schülerin Katharina Gerke auf dem Klavier oder der Geige zuvor erklingen.

 

Zusammengehalten wurden die unterschiedlichsten Lieder durch eine märchenhafte Rahmenerzählung und durch die musikalisch ausgedrückten Fähigkeiten der Wassertropfen sich zu bewegen, zu schillern, zu verdunsten und zu gefrieren.

 

Diese Fähigkeiten der Wassertropfen wurden wirkungsvoll durch bunte Tücher verdeutlicht, die die Schüler an ihren T-Shirts trugen. Die singenden Schüler, die Vokalpädagogin Barbara Völkel, die beteiligten LehrerInnen sowie die vielen Zuhörer waren von der erfolgreichen Arbeit des Pilotprojekts "Toni singt" begeistert. Als erste Schule erhielt unsere Schule eine entsprechende Plakette des Chorverbandes NRW, der dieses Projekt finanziell ermöglicht hat.