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Weiterentwicklung
der Unterrichtsgestaltung –
Unterrichtsentwicklung an der
Gräfin-Maria-Bertha-Grundschule
Seitdem es Schule
gibt, haben sich die Unterrichtsinhalte und die Methoden, wie diese den
Schülerinnen und Schülern nahe gebracht werden
sollen, immer wieder verändert. Zur Zeit steht das
Lernen selbst im Mittelpunkt unseres Interesses. Wir
Lehrerinnen und Lehrer wollen unsere Schülerinnen und
Schüler darin unterstützen, die Verantwortung
für ihre Lernprozesse selbst zu übernehmen. Denn wenn
es einer Schülerin / einem Schüler gelingt, seinen
eigenen Lernweg zu planen und zu organisieren, gewinnt er Freude am
Lernen, nimmt Einfluss auf den Unterricht und entwickelt
Selbstvertrauen.
Es stellt sich also
die Frage: „Was ist nötig, damit die
Schülerinnen und Schüler den Unterricht als
sinnstiftend und erfolgreich erleben? Über welche Kompetenzen
müssen die Schülerinnen und Schüler
verfügen, um ihre Ziele zu erreichen?“
Um
die Schülerinnen und Schüler auf diesem Weg
erfolgreicher begleiten zu
können, nahm das gesamte Kollegium an einer
dreijährigen Fortbildung
teil. Unterstützt wurde diese
Fortbildungsmaßnahme aus Mitteln des
„Ministeriums für Schule und
Weiterbildung“ und der
„Bertelsmann-Stiftung“. Dabei sind alle beteiligten
Schulen der Region
über ein regionales Bildungsbüro miteinander
verbunden.
Die Fortbildung
gliedert sich in 4 den Unterricht begleitende Themenblöcke:
Der 1. Themenblock
widmet sich dem Methodentraining.
Vor ungefähr 10 Jahren wurde festgestellt, dass
grundsätzliche handwerkliche Fertigkeiten vorausgesetzt, aber
niemals eingeübt wurden. Deshalb geht es innerhalb dieses
Themenblocks z.B. um den Umgang mit dem Kleber, der Schere und dem
Zirkel, um das Markieren in Texten, um die Gestaltung von Heften und um
die Ordnung des Materials.
Der 2. Themenblock
behandelt das Kommunikationstraining.
Sprechen kann jeder Mensch seit seinen frühen Kindertagen.
Aber jeder erlebt wiederholt Missverständnisse. Denn
Kommunikation gelingt nur auf der Grundlage des Wohlwollens
aller. So erproben die Schülerinnen und
Schüler z.B., welch unterschiedliche Wirkung die gleichen
Worte bei verschiedener Betonung haben und welche
Möglichkeiten der nonverbalen Kommunikation in Mimik und
Gestik stecken. Nur mit der Sprache des Körpers kann
freundliche Nähe oder große Distanz aufgebaut
werden. Voraussetzung für die Vermehrung des eigenen Wissens
ist das aktive Zuhören und das genaue Erklären. Auch
diese Aspekte der Kommunikation werden trainiert.
Der 3. Themenblock
will die Teamfähigkeit fördern.
Hier soll systematisch Partner- und Gruppenarbeit trainiert werden.
Dabei setzt eine gute Teamarbeit die Gleichwertigkeit der Partner und
das Ernstnehmen aller auch noch so kleiner Probleme voraus. Die
Erkenntnis, dass arbeitsteiliges Vorgehen ganz viel Zeit einspart,
gelingt nur auf der Basis von solchen Tätigkeiten , die alle
Gruppenmitglieder als wichtig und befriedigend für sich selbst
empfinden.
Der 4. Themenblock
wird mit SEGEL betitelt.
(SE = Selbst, GE = gesteuertes, L = Lernen).
Er verflogt das Ziel, alle erlernten Kenntnisse und
Fähigkeiten so miteinander zu verbinden, dass jeder
Schüler "sein Lernsteuer" eigenverantwortlich in die Hand
nehmen kann. Dieser
Themenblock erstreckt sich über einen längeren
Zeitraum, um ein umfangreicheres Thema in vielfältiger Weise
durchdringen und bearbeiten zu können. Dabei lernen
Schüler auch, sich mit ihren eigenen Fähigkeiten in
die Gruppe einzubringen und sich zu ergänzen. Das wiederum
erfordert eine vertrauensvolle Lernatmosphäre und einen
respektvollen Umgang miteinander. Organisieren Schüler
selbstständig die Gruppenarbeit, steigern sie dabei ihr
Selbstvertrauen in ihr eigenes Können. Folglich
können ihr Selbstvertrauen und ihre Bereitschaft, Aufgaben
selbstständig in Angriff zu nehmen, wachsen.
Für alle
Themenblöcke gilt grundsätzlich:
Damit Erlerntes nicht vergessen wird, stellen sich alle Klassen
Lernplakate her. Die genannten Tipps stammen von den Schülern
selbst und wurden nicht vom Lehrer diktiert. So ist es für die
Schüler selbstverständlich, wenn ein Lernplakat
erneut zum Unterrichtsthema wird und durch genauere Tipps
verändert wird.
Zu den
Themenschwerpunkten der vorausgegangenen Schuljahre gibt es pro
Klassenstufe jeweils eine verbindliche Trainingsspirale zur
Wiederholung. Interessierte Eltern haben im Rahmen eines Elternabends
die Möglichkeit, eine Trainingsspirale zur Thematik des
Vorjahres teilnehmend mitzugestalten.
Ganz wesentlich
für das Gelingen und für den Erfolg aller schulischer
Arbeit ist die Elternunterstützung.
Vielen Dank dafür.
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