In jedem Klassenraum unserer Schule gibt es zwei Computer, die mit einem lizenzfreien Schreibprogramm,
unterschiedlicher Lernsoftware und einem Internetzugang ausgestattet sind.
Außerdem sind alle Rechner mit dem Schulserver und einem zentralen Schwarz-Weiß Drucker für Schülerarbeiten vernetzt.
Darüber hinaus besitzt unsere Schule einen klassenunabhängigen Mehrzweckraum,
in dem sieben Computer stehen – darunter fünf neue. Die Ausstattung dieser Rechner entspricht der in den Klassenräumen.
Durch die sieben Computer im Mehrzweckraum ist es möglich, Schülergruppen und/oder
ganze Klassen bei bestimmten Arbeiten mit dem Computer anzuleiten.
Falls die Anzahl der Rechner nicht ausreicht, kann ein Schüler-Laptop dazu geholt werden.
Um Präsentationen für eine Schüler-, Eltern- oder Lehrergruppe mit Hilfe des Computers vorführen zu können,
gibt es einen Beamer und eine große, transportable Leinwand, die von jedem Mitglied der Schule benutzt werden können.
Grundschüler befinden sich auf der Stufe der konkreten Operationen.
Deshalb muss der handelnde Umgang mit allen Lerngegenständen Richtschnur der Grundschularbeit sein und bleiben.
Dieser Grundsatz ist heute wichtiger denn je, denn durch kleine Wohnungen, kleine oder keine Gärten und begrenzte
Spielmöglichkeiten im städtischen Umfeld können viele Primärerlebnisse verloren gehen.
So kann der Computer niemals den Unterricht mit allen Sinnen ersetzen, er soll ihn im Gegenteil bereichern,
indem er zum Beispiel neue Motivation zum Üben schafft, Möglichkeiten der weiteren Differenzierung bietet,
eine schnelle Informationsquelle darstellt und neue Kontakte zu anderen Menschen ermöglicht.
a. Computer besitzen für die Schüler einen hohen Aufforderungscharakter.
Die Kinder freuen sich auf die Arbeit am Computer und sind deshalb auch zu Fertigkeitsübungen bereit,
denen sie auf Papier eher lustlos begegnen. Beispielsweise üben sie gerne mit der Unterrichtssoftware „Lernkartei“
die Schreibweise ihrer eigenen Fehlerwörter.
b. Die Arbeit am Computer ermöglicht ein selbstständiges, aber kontrolliertes Üben
– sie ist also vom Lehrer unabhängig. Ein Kind, das mit der Software „Lernwerkstatt“ beispielsweise
die Addition mit Zehnerübergang trainiert, kann den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben individuell wählen,
muss vereinbarte Lernwege einhalten und kann erst dann mit der nächsten Aufgabe fortfahren,
nachdem die aktuelle Aufgabe richtig beendet wurde.
c. Die Arbeit mit Computern erleichtert die Individualisierung der Unterrichtsinhalte.
So ist es z.B. durch das Antolin-Programm möglich, dass jeder Schüler ein Buch auswählt, das ihn interessiert
und weder zu leicht noch zu schwer ist. Im herkömmlichen Unterricht war es für den Lehrer nur schwer möglich festzustellen,
ob seine Schüler die jeweiligen Buchinhalte verstanden. Mit den im Internet zu beantwortenden Inhaltsfragen
hat sich dieses Problem gelöst.
d. Durch die Arbeit mit dem Internet haben Schüler und Lehrer reichhaltige Möglichkeiten der Recherche.
Auf verschiedensten Internetplattformen für Kinder sind Themen so aufgearbeitet, dass die Inhalte verständlich
sowie kurz gehalten sind und durch ein reichhaltiges Bildangebot das Interesse der Schüler wecken.
Ein geeignetes Programm unter vielen möglichen ist zum Beispiel die Hamsterkiste. Schüler, die so frei arbeiten dürfen,
gewinnen Selbstvertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten.
e. Lizenzfreie Schreib- und Malprogramme fördern Erfolgserlebnisse besonders bei solchen Schülern,
die handschriftlich oder künstlerisch nicht so begabt sind wie manche ihrer Klassenkameraden.
- Kinder, die bisher ungern schrieben, weil sie zu viele
Rechtschreibfehler machen oder sich beim Schreiben motorisch
verkrampfen, finden neue Möglichkeiten.
- Kinder, die mit ihren künstlerischen Fähigkeiten auf dem Papier
unzufrieden sind, finden neue Möglichkeiten in Zierleisten oder
eigenen Computerbildern.
f. Ein an Projekten orientierter Unterricht ist durch die Einbeziehung des Internets und
durch die gestalterischen Möglichkeiten der Schreib- und Zeichenprogramme leichter zu verwirklichen.
Denn mit Hilfe von Kindersuchmaschinen lassen sich schnell geeignete Texte und interessante Bilder finden.
Anschließend können die gewonnenen Informationen in verschiedensten Schriftgrößen und –typen gestaltet sowie
Fotos kopiert und vergrößert werden.
So können die Schüler beispielsweise in einem angemessenen Zeitrahmen ein ansprechendes Informationsplakat erstellen.
a) Dazu gehören in erster Linie die Lernprogramme unserer Schulbücher,
also die jahrgangsbezogenen Lern- CDs zum „Zahlenbuch“ und zur „Pusteblume“.
Ziel dieser Programme ist es, auf unterschiedlichste Weise den Spaß der Schüler am Üben zu wecken und zu erhalten.
b) Im Anfangsunterricht bietet sich die Einbeziehung des „Schreiblabors“ und des Programms „Hören und Sehen“
an.
Während das Schreiblabor motivierende Übungen zur Lautdurchgliederung einfacher Wörter anbietet, geht es im
Programm „Hören und Sehen“ eher um das genaue Abhören und Lesen einfacher Wörter.
c) Als grundlegendes Programm in allen Klassenstufen und Fachbereichen empfiehlt sich die Lernwerkstatt.
Sie bietet Übungs- und Knobelmaterial in den Bereichen Mathematik, Deutsch, Fremdsprachen, Wissen und Logik.
Hier werden nicht nur verschiedene Schwierigkeitsgrade angeboten, sondern es können auch eigene Inhalte mit den
verschiedenen Übungsformen verknüpft werden.
d) Um – wie bereits erwähnt – individuelles Lesen zu fördern und trotzdem die Sinnentnahme überprüfen zu können,
ist das Internetprogramm www.antolin.de ideal.
f) Damit unsere Schüler sicher im Internet surfen können, ist auf allen Schülerrechnern die Seite
www.fragFinn.de
als Startseite eingestellt. Hinter dieser Adresse verbirgt sich eine Kindersuchmaschine.
Im Eltern- und Erwachsenenbereich erklärt dieses Programm seine Notwendigkeit so:
„fragFINN
bietet einen
geschützten Surfraum, der speziell für Kinder geschaffen wurde und in dem sie sich frei im Internet bewegen können,
ohne auf für sie ungeeignete Inhalte zu stoßen.“
Bis zum Jahre 2008 konnten unsere Schüler an allen Schülerrechnern der
Schule frei surfen. Hinter den Buchstaben www. stand also das „world wide
web“. Neben dem Vorteil der ständigen Erreichbarkeit einer jeden
Internetseite konnte das Risiko nicht ausgeschlossen werden, dass Schüler
„Kinder gefährdende Seiten“ öffneten. Natürlich war es bis 2008 unsere
Absicht, die Gefahren des Internets genau dann zu besprechen, wenn ein
aktueller Missgriff stattgefunden hätte.
Jetzt, da wir mit einer Whitelist arbeiten, wird ein aktueller Vorfall noch
unwahrscheinlicher. Die Gefahren des Internets werden wir aber dennoch, wie
vorher auch, theoretisch erörtern.
Was nun aber passiert mit einer Whitelist?
An den Schülerrechnern sind zunächst sämtliche Internetseiten geblockt. Jede
Internetadresse, die für alle Schüler freigegeben werden soll, muss in eine Liste
der erlaubten Seiten eingetragen werden. Zu Anfang ist das sehr mühsam, mit
dem Wachsen der Liste überwiegt das angenehme Gefühl der Sicherheit, dass
jeder Schüler ausschließlich Kinderinternetseiten und für Kinder unbedenkliche
Erwachsenenseiten öffnen kann. Unter der Aufsicht des Lehrers bleibt es
dennoch möglich, dass in bestimmten Klassenräumen und für begrenzte
Zeiträume das ganze Internet freigegeben werden kann. Das ist deshalb
manchmal notwendig, weil nicht jede Internetadresse gleichzeitig die
Lageradresse ihres Inhalts darstellt und weil manchmal die Internetrecherche
ohne Mitwirkung von google sehr mühselig werden kann. Unter dem Link
„Empfohlene Kinderseiten“ listen wir die Adressen auf, die unserer Meinung
nach für Grundschüler interessant und gleichzeitig unbedenklich sind.
Um alle Schüler für eine selbstständige Arbeit am Computer vorzubereiten,
bieten wir für jeden Schüler des 2. Jahrgangs für die Dauer eines Viertel
Schuljahres Computerkunde an. Hier lernen die Schüler
a) den Computer sachgerecht an- und auszuschalten,
b) ihre Seiten in einem Ordner ihres Namens zu speichern,
c) im Schreibprogramm verschiedene Möglichkeiten der Ausgestaltung zu nutzen,
d) Informationen von CDs zu öffnen,
e) Bilder zu kopieren, einzufügen und in ihrer Größe zu verändern,
f) Internetadressen zu öffnen und nach der gesuchten Information abzusuchen.
Für besonders interessierte Schüler gibt es die Arbeitsgemeinschaft „Schüler schreiben für Schüler“.
Die Teilnehmer dieser AG arbeiten selbstständig. Sie überlegen, welche Geschichten, Bilder, Rätsel, Witze ihre Mitschüler
interessieren könnten, gestalten sie mit Wort und Bild nach ihren Vorstellungen und veröffentlichen sie auf der Schulhomepage.
Wenn eine Klasse im Unterricht ein besonderes Projekt behandelt, kann sie dieses unter dem Link „Schülerzeitung“
auf der Schulhomepage veröffentlichen.
Unterstützung erhält die Klasse auf Wunsch durch den Lehrer, der die Homepage betreut.
a) Nach dem Vierteljahr Computerkunde im 2. Schuljahr erhält jeder Schüler den Computer-Führerschein.
Diese Urkunde bescheinigt, welche einzelnen Tätigkeiten am Computer der Schüler bereits kennen gelernt hat.
Die Schüler freuen sich über diese Ehrung und erleben sie als einen Kompetenznachweis.
b) Am Ende der Grundschulzeit erhält jeder Schüler den Computer-Pass des Kreises Gütersloh.
In diesem Pass wird bescheinigt, welche Kompetenzen im Laufe der Schuljahre trainiert worden sind.
Deshalb führen die Lehrer diesen Pass fortlaufend über die Schuljahre hinweg.
So wird eine Vergleichbarkeit aller Grundschüler im gesamten Kreis Gütersloh hinsichtlich ihrer Computerkompetenzen ermöglicht.